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Seniorenbeirat fordert zweite Portalpraxis für den linken Teilkreis Wesel

12. 03. 2020

Auf der Veranstaltung am Dienstag, 3.3.2020, in der Stadthalle Kamp-Lintfort, wurde nachvollziehbar und eindrucksvoll von anwesenden Fachleuten dargestellt, das die Versorgung für 220.000 Menschen für die Menschen im linken Teilkreis Wesel  durch nur eine Notdienstpraxis eine Verschlechterung für Betroffene in diesem Einzugsgebiet bedeutet. 

Bekanntlich ist geplant, für den Einzugsbereich Moers, Rheinberg, Kamp-Lintfort, Rheurdt und Alpen lediglich eine Notdienstpraxis am Krankenhaus Bethanien vorzuhalten. Die Notdienstpraxis in Rheinberg wird zum 31.3.2020 geschlossen, das hat die KV Nordrhein bereits mitgeteilt. Begründet wurde dieses u.a. mit einem Mangel an ärztlichem Personal und der aktuellen Gesetzgebung (die sich, wie wir erfahren haben, allerdings noch im Verfahren befindet). Die KV handelt also im Vorgriff auf eine mögliche gesetzliche Vorgabe.

Anliegen des Seniorenbeirates war es bisher, die Notdienstpraxis am Melkweg, die u.a. von Rheinberger Ärzten besetzt wird, zu erhalten. Die KV hat aber ganz klar mitgeteilt, dass das nicht möglich sein wird. Auf der Veranstaltung in Kamp-Lintfort wurde zudem von einem Rheinberger Arzt dargestellt, dass die Notdienstpraxis am Melkweg äußerst schlecht ausgestattet ist. Angeblich gibt es dort nichts, was eine differenzierte Diagnostik ermöglicht. Zudem müssen diensttuende Ärzte u. Ärztinnen am Tag nach dem Notdienst ihre eigene Praxis schließen. Zusammen mit der schlechten Bezahlung für die Einsätze beurteilen die meisten Ärzte daher den Notdienst als äußerst unattraktiv, so die Aussagen des anwesenden Arztes. 

Bei der Veranstaltung wurde durch die anwesenden Experten darauf verwiesen, dass die Zuständigkeit einer einzigen Praxis für 220.000 Menschen mit zwei Ärzten zu Engpässen bei der Versorgung führen kann. Deshalb wurde vorgeschlagen, am St. Bernhard-Krankenhaus in Kamp-Lintfort eine zweite Notdienstpraxis als sogenannte Portalpraxis einzurichten. Sie wäre auch an ein Krankenhaus angegliedert, so dass beide Systeme der stationären und der ambulanten Versorgung eng zusammenarbeiten könnten. Diesen Ausführungen konnte sich der Seniorenbeirat anschließen.

Wie wir bei der Veranstaltung erfahren haben, sind im rechten Teilkreis Wesel zwei Portalpraxen geplant, eine in Wesel und eine in Dinslaken. Dort beträgt die Anzahl der zu versorgenden Menschen insgesamt ca. 180.000, die sich auf zwei Portalpraxen verteilen würden.

Für uns stellt sich die Frage, warum es für den linksrheinischen Teilkreis Wesel nur eine Notfallpraxis geben soll, die dann für mehr als doppelt so viele Menschen zuständig wäre (90.000 Û 220.000 Menschen)

Zwar ist die Notfallversorgung Landes- bzw. Bundespolitik, jedoch erwarten wir als Seniorenbeirat, dass Bürgermeister Tatzel gemeinsam mit dem Rat aktiv wird, um die drohende Schieflage zulasten der Menschen in Rheinberg zu verhindern.

Wir brauchen – auch angesichts der demografischen Entwicklung - eine zweite Portalpraxis für unsere Region am St. Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort.

Unterstützen Sie das Anliegen des Seniorenbeirates. Schreiben Sie die KV Nordrhein, Politikerinnen und Politiker an und zeigen Sie, dass Sie mit der Entscheidung der KV Nordrhein nicht einverstanden sind.

 

 
Kontakt

Seniorenbeirat der Stadt Rheinberg

Sprecherin: Bärbel Reining-Bender
Königsberger Str. 41, 47495 Rheinberg

Telefon: 0172 988 51 90
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